Erfolgreich in Südafrika!

Luise Jungnickel gewinnt die Gran Fondo World Tour – GFWT 2018 der Ladies

Luise Jungnickel Gran Fondo World Tour / photoset.esLuise Jungnickel bewies, dass man auch mit einem Hörhandicap unter Hörenden an internationalen Wettkämpfen ganz vorne mit dabei sein kann. Die GFWT ist eine Serie von elf Gran Fondo Rennen auf vier Kontinenten.

Durch Teilnahme und Sieg bei der Ladies Edition im norwegischen Styrkeprøven (191 km) sowie am Bluewater International Granfondo (156 km) in Kanada hatte Jungnickel für die GFWT 2018 bereits 2100 Punkte gesammelt und fuhr das letzte Rennen der Serie im pinken Führungstrikot. Für einen endgültigen Sieg bei den Ladies lagen zum Saisonende noch 160 km in Südafrika vor ihr. Das letzte Rennen der Gran Fondo World Tour 2018 am 21. Oktober 2018 war die Tsogo Sun Amashova Duran Classic in Südafrika, das traditionelle Rennen auf dem afrikanischen Kontinent über vier Strecken zwischen Pietermaritzburg, Hauptstadt der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Nata, und der Küstenstadt Durban. Die 160 Kilometer Premierdistanz wurde anlässlich der GFWT 2018 erstmals gefahren.

Luise Jungnickel Photo: Gran Fondo World Tour / photoset.esEine 27 stündige Reise lag zwischen ihrem jetzigen Wohnort Aarhus in Dänemark und Durban an der Ostküste Südafrikas mit Zwischenstopp in Katar und Johannesburg. Zum ersten Mal in ihrem Leben in Südafrika, war allein diese Reise ein großes Abenteuer. Dort wurde sie herzlich empfangen und zu einer Trainingsfahrt auf einem 5 km Rundkurs eingeladen, einer favorisierten Strecke dort. Am ungewöhnlichsten war dabei das Fahren auf der „falschen“ Straßenseite. Dort gilt Linksverkehr.

12000 Teilnehmer*innen, 160 km Strecke, 2300 Höhenmeter – in diesem außerordentlich professionell organisierten Rennen waren alle Voraussetzungen für die Wettkämpfer gegeben, Vollsperrung auf der gesamten Strecke, unzählige Volunteers waren auf jedem noch so kleinen Streckenabschnitt zu finden, Versorgungsstationen, Streckenservice und überall Kinder und Zuschauer, die die Fahrer mit High Five und einem breiten Lächeln für die Anstrengungen entschädigten, die die anspruchsvolle Strecke für sie bedeutete.

NLuise Jungnickel Photo: Ruphus vom Cyclesphere Cyclingach dem frühen Start um 6:25 Uhr war der Wind, der gefühlt von allen Seiten kam, die wohl stärkste Herausforderung. Jungnickel hatte das Pech, den Anschluss an die Führungsgruppe früh zu verlieren, sie fuhr relativ ungeschützt in kleineren Gruppen von zwei bis vier Fahrer*innen. Nach dem Übergang auf die kürzeren Strecken wurde es noch härter. Aber typisch für Jungnickel ist ihre Zähigkeit – das Ergebnis zeigt es. Sie überquerte die Ziellinie trotzdem sie anfänglich zurück gefallen war, als zweite Frau nach Danielle van Graan und sicherte sich den Gesamtsieg 2018 und die Prämie, von der sie einen Teil dem Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. spendete.

Sie selber hat dieses Rennen besonders genossen und ist von den Eindrücken, die sie in Südafrika sammeln konnte, tief berührt: „Es gibt mehr als einen Grund, Afrika noch einmal zu besuchen.“

Der DGS und die Radsport Sparte ist stolz, eine so leistungsstarke Fahrerin in ihren Reihen zu haben!

Text: Anne Köster/Steffen Kern, Fotos: Gran Fondo World Tour und Ruphus vom Cyclesphere Cycling

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