Das Jahr 2016 mit Höhen und Tiefen

Ein erlebnisreiches Jahr geht zwar bald zu Ende. Für unsere Sportler jedoch hat das neue Jahr schon längst begonnen, denn schließlich wollen die Sportler von den Deaflympics 2017 gute Erfolge mit nach Hause nehmen. Wir können alle sehr gespannt sein.

Doch nun werfen wir erst einmal einen Blick auf das Jahr 2016, das schließlich bald der Vergangenheit angehört. Es war ein Jahr voller Höhen und Tiefen für die einzelnen Sportlern, aber auch für die Funktionäre und der gesamten Sparte Radsport. Bestimmte Situationen bleiben in voller Erinnerungen, die uns alle bewegen und bewegt haben.Hier sind ein paar Beispiele:

"Nichts kann uns stoppen"

Landshuter Straßenpreis der Gehörlosen 2016 - Gruppenfoto
Landshuter Straßenpreis der Gehörlosen 2016 - Gruppenfoto

- 2 Sportler mit Grippe
- Lufthansa-Streik
- Marderbiss am Auto
- die Massagebank kam nicht an
- Schwierigkeiten bei der Hotelbuchung

Vier Nationalradsportler mit Betreuer, Mechaniker und Physiotherapeutin haben sich trotz vieler Schwierigkeiten zum ersten Trainingslager Ende April getroffen und machten das Beste daraus. Nach einem Leistungstest und einer lockeren Ausfahrt mussten sich die Sportler anschließend noch eine Dopingkontrolle unterziehen. Am darauffolgenden Tag stand für die Sportler ein wichtiges und traditionsreiches Rennen bevor - der Landshuter Straßenpreis der Gehörlosen.

"Trotzdem, ich kann, ich will."

Deutsche Gehörlosen Meisterschaften - Sportfest in Essen 2016Ein sehr bekanntes Zitat von Heinrich Siepmann, ein Wiederaufbau-Gründungsvater des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes nach 1945. Dieses Zitat wurde zum diesjährigen Sportfest in Essen wieder belebt. Das war ein sehr großes ereignisreiches Sportfest. Viele Deutsche MeisterInnen wurden an diesem Wochenende gekürt. In unserer Sparte wurden insgesamt sechs Deutsche Meistertitel und zwei Meistertitel vergeben. Viele neue SportlerInnen haben wir dazu gewonnen. Unfallfrei bliebte es leider jedoch nicht. Beim absolut letztem Rennen stürzte ein Sportler unglücklich. Doch nun steht er wieder und trainiert fleißig für das kommende Jahr. Daumen hoch, sagen wir...

"Alle wurden gut durchgeschüttelt"

Das zweite Trainingslager in Leipzig wird uns nicht nur wegen dem knappen vier Kilometer langem Kopfsteinpflaster in Erinnerung bleiben, sondern auch die Besonderheit, dass unserer Training auf einer Radrennbahn und in einer Turnhalle durchgeführt wurde. Interessant und besonders war auch der neue Bundestrainer Frank Sperber. Er konnte uns überragene Techniken und Taktiken auf der Radrennbahn präsentieren. Wir haben viel von ihm gelernt.

"Jaaaaaaaaaaaa, Gooooooold und Siiiiiiilber lieben wir sehr... *sing*"

Europameisterschaft der Gehörlosen 2016 im Radsport - Brügge / Belgien

Oh, ja, die Europameisterschaften standen plötzlich vor die Tür. Und so erfolgreich war die deutsche Gehörlosen Sparte Radsport in der Geschichte noch nie. Mit drei Gold-, zwei Silbermedallien, zweimal dem vierten und einmal dem sechsten Platz standen unsere NationalradsportlerInnen noch nie so gut da, was wir aber auch unserem Bundestrainer zu verdanken hatten. Hach, was für ein schönes Erlebnis.

Neu war bei dieser Europameisterschaft, dass die Senioren mit an den Start gingen, hier konnte Carl-Heinz Sänger im Einzelzeitfahren den 5. Platz belegen - wir ziehen unseren Hut davor.

"Das Training kann beginnen"

Nationalkader - letztes Trainingslager in LeipzigSo ziemlich direkt nach der Europameisterschaft mussten alle Nationalkadersportler eine Regenerationspause einlegen und pünktlich im Oktober stand das letzte Trainingslager in diesem Jahr auf dem Programm. Das besondere an diesem Trainingslager, niemand hatte ein Fahrrad mitgenommen. Schwerpunkt war der Trainingsplan für die neue Saison und die Deaflympics 2017, dabei wurde seine inhaltliche Umsetzung ganz groß geschrieben.

Ein weiterer Punkt war auch die Teamgemeinschaft, die wir mit unserem Bundes- und Mentaltrainer sehr gut ausbauen und stabilisieren konnten. Zu diesem Zeitpunkt hieß es für unsere Sportler, das "Training kann beginnen".

"Die besten Menschen des Jahres in unserer Sparte Radsport"

Bianca als Jugendsportlerin des Jahres des DGS gekürt mit Steffen Kern als Fachwart der Sparte RadsportAm Ende des Jahres werden, wie jedes Jahr, deutschlandsweit die besten SportlerInnen, TrainerInnen, etc. gekürt.

Aber wen können wir innerhalb unserer Sparte küren? Unsere Antwort: Alle...Isabelle-Sophie Boberg als Sportlerin des Jahres der Stadt Schweinfurt und Jan Witkowski für seine sportliche Leistung mit einer Silberplakette der Stadt Schweinfurt geehrt

Allen Menschen, die direkt und indirekt mit unserer Gehörlosen Sparte Radsport zu tun haben, allen Menschen, die die RadsportlerInnen immer wieder tatkräftig unterstützt haben, unser herzlichsten Dank!

Als beste Nachwuchssportlerin wurde Bianca Metz von DGS geehrt. Von der Stadt Schweinfurt wurde Isabelle-Sophie Boberg als beste Sportlerin des Jahres geehrt und Jan Witkowski für seine hervorragende sportliche Leistungen die Stadtplakette in Silber verliehen!

 

Doch leider wird diese Ehre und Dankbarkeit mit einer schlechten Nachricht überschattet. Frank Sperber, unser Bundes- und Mentaltrainer, hat vor einer Woche aus beruflichen und persönlichen Gründen gekündigt und wir bedauern sehr, dass wir einen guten Menschen verloren haben. Ihn möchten wir alles gute für die Zukunft wünschen und unsere Dankbarkeit ausdrücken.

"Habe Mut, sei stark und zielstrebig"

Das Jahr 2016 geht bald zu Ende, die Tage werden kälter und dunkler, doch unsere SportlerInnen trainieren fleißig für den nächsten Höhepunkt im kommenden Jahr. Denke bitte immer daran, Helm auf, Licht an, vorausschauend fahren und wir wünschen euch eine unfallfreie Fahrt.

Auch wir verabschieden uns bis zum neuem Jahr und wünschen euch allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch.

"Kette rechts!"

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